Cirkadianer Rhythmus und Schlafstörungen

Cirkadianer Rhythmus und unser Schlaf sind ein Doppel das man nicht trennen sollte. In diesem Beitrag, stelle ich Ihnen die Funktionsweise dieser Rhythmen vor und warum deren Einhaltung extrem wichtig ist, um Schlafstörungen zu vermeiden.

Unsere Körperfunktionen sind in der Regel bestimmten Rhythmen unterworfen. Das bedeutet, dass sich nach einem bestimmten Schema gewisse Veränderungen bestimmter Körperfunktionen ergeben.

Beispiele sind der Blutdruck, die Herzfrequenz, die Körpertemperatur, Hormonausschüttungen wie z.B. das Wachstumshormon oder das Cortison.

 

Der Tag-/Nacht-Rhythmus

Der für uns wichtigste circadiane Rhythmus ist der Tag-/Nacht-Rhythmus, an den sich unsere Schlafphasen angleichen.

Die circadianen Rhythmen ändern sich jeweils innerhalb von 24 Stunden.

Circadianer Rhythmus ist lateinisch und bedeutet „rings um den Tag“ oder „im Ablauf eines Tages“.

 

Aber warum gibt es überhaupt solche Rhythmen, die sich dem Tag und der Nacht anpassen?

Da wir wachen und schlafen, ändern sich die Anforderungen an unseren Körper. Auch treten im Tagesverlauf unterschiedliche Phänomene wie unterschiedliche Lufttemperaturen auf. Auch die UV-Strahlung der Sonne ändert sich im Laufe des Tages. Alle diese Dinge haben Einfluss auf unsere Körperfunktionen. Sehr wichtig dabei ist auch die Energiegewinnung, der Abbau und Aufbau an Fettmasse, die Verdauung, die Entgiftungsfunktionen uvm.

Natürlich bewegen sich die Rhythmen nicht 100% innerhalb von 24h, es können durchaus auch 22h oder 25h sein. Will man sich aber einen Tagesrhythmus antrainieren, z.B. einen immer gleichen Schlafrhythmus, kann man dies mit Hilfe von z.B. einer Uhr mit Weckfunktion tun.

Man geht z.B. immer zur selben Zeit ins Bett und steht zur gleichen Zeit wieder auf. Was für viele unrealistisch klingt, ist aber ein probates Mittel, um seine Schlafstörungen zu behandeln. Ich erkläre diese Vorgehensweisen übrigens ganz genau in meinem E-Book.

Die Synchronisation der Körperfunktionen

Mit dieser Anpassung des Tag-/Nacht-Rhythmus tritt eine Synchronisation auch unserer Körperfunktionen ein und unser Schlaf wird deutlich effektiver.

Der wichtigste natürliche Reiz der den Schlaf-/Wach-Rhythmus bestimmt ist dabei das Licht. Aber auch die Lufttemperatur spielt eine Rolle, die ja nachts absinkt und tagsüber steigt. Künstliche Reize sind z.B. die oben beschriebene Uhr mit Weckfunktion.

Immer wieder beobachtet man, dass diese Rhythmen nicht bei allen Menschen von Geburt an gleich sind, sondern auch in hohem Maße einer genetischen Veranlagung unterliegen. Man nennt diese unterschiedlichen Typen auch die Chronotypen, z.B. die „Frühaufsteher“, „Abendmenschen“ oder die „Nachtmenschen“.

Cirkadianer Rhythmus: Was tun wenn er gestört ist!

Leider ist es so, dass wir Menschen sich nicht unserer angeborenen inneren Uhr (cirkadianer Rhythmus) anpassen, sondern einfach tun was wir wollen. Wir leben schlichtweg sehr oft völlig konträr zu unseren Rhythmen.

Ein typisches Beispiel, ist die Schichtarbeit, die übrigens immer mehr zunimmt. Des weiteren meiden wir immer mehr das Licht und verlieren dabei unseren wichtigsten natürlichen Zeitgeber. Vom entstehenden Vitamin D-Mangel ganz zu schweigen. Besonders krass ist dieses Phänomen im Winter, wo wir nur sehr unzureichend Licht tanken können.

Unser Körper reagiert auf die nicht, oder zur falschen Zeit vorhanden Reize mit Anpassungsreaktionen. Er versucht die Rhythmen quasi immer neu einzustellen. Es kommt in solchen Fällen zu Verdauungsproblemen und ganz massiv zu Schlaflosigkeit, was uns natürlich ganz besonders interessiert.
Ein massiver Energiemangel ist die Folge, der sehr oft zu einer depressiven Erschöpfung führt. Auch ist unser Hormonhaushalt gestört und es kann zu Problemen in unserem Stoffwechsel kommen. Es entstehen z.B. Fettstoffwechselstörungen oder unter Umständen auch ein Diabetes Mellitus. Auch Übergewicht ist die Folge, da Verdauungsprozesse, wie z.B. eine geregelte Fettverbrennung nicht mehr stattfinden können.

Man versucht in modernen Betrieben aus diesen Gründen die Nachtarbeit auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Wie man dies am besten installiert und im Betrieb umsetzt, möchte ich in einem späteren Artikel genauer thematisieren.

Beim Wechsel in eine andere Zeitzone stellt sich unser Körper um und passt sich den neuen Reizen, also dem Tag-/Nachtrhythmus an.
Dies geht leider nicht ohne Probleme vonstatten, sondern ist begleitet von Anpassungsstörungen wie Energiemangel, Müdigkeit, Schlafproblemn. Wir nennen dies den sog. Jetlag, der umso stärkere Beeinträchtigungen mit sich bringt, je größer die Zeitverschiebung ist.

 

Was sollen wir also unternehmen?

Um wieder zu einem gesunden Schlaf zu kommen, ist es unabdingbar, die von der Natur vorgegebenen Rhythmen einzuhalten und sich ihnen anzupassen. Nicht wir bestimmen den Rhythmus, sondern dieser ist uns vorgegeben und unumkehrbar.

Es ist also extrem wichtig durch die Einhaltung regelmäßiger Schlafzeiten wieder zu einem gesunden Rhythmus zu gelangen. Gehen Sie daher möglichst jeden Abend zur selben Zeit ins Bett und stehen Sie morgens immer zur selben Zeit auf, dann kann sich ihr Schlaf-/Wachrhythmus normalisieren.

 

Cirkadianer Rhythmus und wie man ihn wieder ins Lot bringt:
In meinem Videokurs „Schlafstörungen behandeln mit Profi-Methoden“ stelle ich Ihnen unter anderem eine sehr effektive Methode vor, wie sie völlig aus der Bahn geratene cirkadiane Rhythmen wieder ins Lot bringen und dadurch selbst massive, schon lange andauernde Schlafstörungen in den Griff bekommen.

 

 

Wie finden Sie meine Seite? Für jegliche Kritik bin ich offen und sehr dankbar. Sie können auch sehr gerne Fragen zum Thema „Schlafstörungen“ stellen. Bitte benutzen Sie dazu die Kommentarfunktion.

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