Schlafstörungen durch Medikamente, Drogen oder Substanzen

Schlafstörungen durch Medikamente sind häufiger, als man zunächst annehmen würde. Oftmals wird diesem Faktor kaum eine Bedeutung zugemessen, da zumeist von anderen Auslösern ausgegegangen wird. Sehr häufig sind Medikamente aber nur eine von mehreren Ursachen, die schlussendlich zu einer Schlafstörung führen.

Ein gutes Beispiel sind Schmerzen im Bewegungsapparat. Durch diese wird natürlich der Schlaf gestört. Zusätzlich haben manche Schmerzmittel (siehe unten) auch noch die unerwünschte Wirkung, dass sie den Schlafprozess behindern und dadurch einem geregelten Schlaf entgegenwirken.
Hier haben wir also zwei Faktoren: Schmerzen+Nebenwirkungen des Schmerzmittels.

Weitaus gravierender greifen Drogen und Substanzen in unseren Schlafprozess ein. Diese verhindern auf teilweise gravierende Weise einen guten, erholsamen Schlaf. Die Schlafstörungen durch Medikamente sind also weniger bedeutend, als jene durch Substanzen und Drogen.

Für die Regulation unseres Schlaf-Wachrhythmus sind mehrere Neurotransmitter-Systeme zuständig, die sich vor allem in unserem Hirnstamm befinden.

 

Schlafstörungen durch Medikamente

Neurotransmitter bei der Übertragung von Nervenimpulsen

 

Unter Neurotransmittern versteht man Botenstoffe, die für die Weiterleitung von Nervenimpulsen zuständig sind.

Zu beachten sind dabei vor allem folgende Neurotransmitter:
Acetylcholin, Adenosin, Dopamin, GABA, Glutamat, Glycin, Hypokretin Noradrenalin und Serotonin.

Medikamente, Drogen und Substanzen haben die Fähigkeit diese Botenstoffe zu beeinflussen und ein Ungleichgewicht zwischen diesen zu schaffen.

Die Schlaf-Wach-Regulation wird dadurch massiv beeinflusst. Die Balance im gesamten System gerät aus den Fugen.

Schlafstörungen durch Medikamente sind wissenschaftlich nur wenig erforscht

Man hat in Tierexperimenten und bei Untersuchungen am Menschen die Wirkung von Medikamenten auf diese Regulation ermittelt. Allerdings sind solche Daten erst in beschränktem Umfang vorhanden, da erst seit Mitte der 90er Jahre diesem Umstand überhaupt Bedeutung beigemessen wird. Zudem sind die Untersuchungsergebnisse bzgl. Schlafstörungen durch Medikamente selten durch Studien gestützt.

Pharmazeutisch hergestellte Substanzen können sowohl eine Wachheit, als auch eine starke Müdigkeit/Schläfrigkeit bewirken.
Dabei kann dieser Effekt sowohl dosisunabhängig als auch dosisabhängig sein.

Wachmacher bezeichnet man als Stimulanzien, klassische Schlafmittel nennt man auch Hypnotika.

Darüber hinaus gibt es allerdings bei einer Vielzahl von Medikamenten auch unerwünschte Nebenwirkungen auf das Schlaf-Wach-Gefüge. Es handelt sich vor allem um Medikamente die bei der Behandlung von neurologischen, psychischen, internistischen und anderen Erkrankungen eingesetzt werden.

 

Folgende Medikamente/Substanzen können Schlafstörungen auslösen:

(Quelle: S2-Leitlinie Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen 2009)

  • Mittel gegen Bluthochdruck
    Betarezeptorenblocker
  • Schmerzmittel
    Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
  • Kortisonartige Wirkstoffe
    Glukokortikoide
  • Diuretika (Harntreibende Substanzen)
    Thiazide
  • Antiepileptika (Mittel gegen Epilepsie)
    Lamotrigin
  • Antidepressiva (Mittel gegen Depressionen)
    Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
    Noradrenalin/Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer
  • Amphetamine
    Methylphenidat
    Modafinil
  • Drogen und Substanzen
    Alkohol
    Koffein
    Nikotin
    XTC, Designerdrogen

 

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Diese Substanzen sollten Sie in jedem Fall meiden

Die stärksten Schlafstörungen werden durch Alkohol, Koffein, XTC, Kokain und Methylphenidat ausgelöst. Alle anderen angeführten Medikamente und Substanzen zeigen dahingehend eine geringere Beeinträchtigung.

Alkohol, Nikotin und Koffein sind weit verbreitete Genussmittel. Sie können je nach Dauer und Menge des Konsums kurz- und langfristige negative Effekte auf Schlaf und Wachheit entwickeln. Die Wirkung auf den Schlaf hängt zudem vom Zeitpunkt der Substanzeinnahme ab.

Es dauert bspw. bis zu 8 Stunden, bis Koffein seine schlafbehindernde Wirkung verliert. Eine wichtige Regel ist es daher, Koffein nicht nach 14:00 Uhr zu konsumieren falls man an Schlafstörungen leidet.

Bei Vorliegen einer Abhängigkeit, insbesondere von Alkohol, treten begleitend häufig schwere Schlafstörungen im Sinne von Durchschlafstörungen auf.

Man schläft zwar durch den Konsum von Alkohol zumeist gut ein, der Schlaf ist allerdings alles andere als erholsam und die Schlafqualität sinkt rapide. Die Folge sind wie oben schon erwähnt Durchschlafstörungen und eine starke Beeinträchtigung der natürlichen Schlafphasen.

Illegale Drogen wie Cannabis, LSD, XTC, GHB, Kokain und Heroin beeinflussen abhängig von Dosis und Dauer des Konsums das Schlaf-Wach-Verhalten.

 

 

 

 

Fazit:

Man sieht also, dass es sich beim Vorhandensein von Schlafstörungen durchaus lohnt, auch die eingenommenen Medikamente/Drogen/Substanzen in die Analyse möglicher Verursacher mit einzubeziehen.

Vor allem der Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Cola und anderer koffeinhaltiger Getränke sollte zumindest nach 14:00 Uhr stark eingeschränkt werden. Ebenso auch das Rauchen nach 18:00 Uhr (Nikotin)

 

Was Sie ebenfalls noch interessieren könnte:

Dies sind die häufigsten Ursachen von Schlafstörungen: https://www.schlafstoerungen-behandeln.com/ursachen-von-schlafstoerungen/

 

 

Liste der Links zu diesem Artikel:
Neurotransmitter-Systeme
Wachmacher
Hypnotika
Methylphenidat
Ursachen von Schlafstörungen
Die 11 wichtigsten Ratschläge für einen gesunden Schlaf

 

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